WIE DIE GARTENGESCHWISTER AUGSBURGS SICHERHEIT BEDROHTEN
UNTERWEGS ZU ORTEN UND THEMEN FRIEDENSKIRCHLICHER GESCHICHTE IN DER TÄUFERSTADT AUGSBURG
1526 kam die Täuferbewegung aus Zürich nach Augsburg. Nach ersten Taufen waren es bald 1.000 „Gartengeschwister“. So nannte sie der Volksmund, da sie sich im Sommer in Gärten trafen. Doch Stadtrat und etablierte Reformation warfen ihnen „Aufruhr“ und Gotteslästerung“ vor. In den unkontrollierbaren Garten- und Hausgemeinden sahen sie Sicherheit und Ordnung bedroht. Kriegsdienst und
Kindertaufe zu verweigern, war verdächtig. Ab Herbst 1527 saßen die „Anführer“ in Haft. Ab Ostern 1528 wurden die Gartengeschwister ausgewiesen, Prediger Hans Leupold hingerichtet. Andere erhielten grausame Körperstrafen. Viele gelangten ins freiere Mähren, in die Ukraine, nach Nordamerika. So überlebte die friedenskirchliche Bewegung. 1926 wurde die in täuferischer Tradition stehende heutige Mennonitengemeinde gegründet.
TREFFPUNKT: RATHAUS HAUPTEINGANG