GRÖNLAND IM FOKUS US-AMERIKANISCHER SICHERHEITSINTERESSEN
Spätestens seit Donald Trumps Ankündigung, Grönland den USA einverleiben zu wollen, ist die strategische Bedeutung dieses weitgehend unbekannten Landes im Nordatlantik bzw. im arktischen Ozean auch der breiten Öffentlichkeit bewusst. Grönland stellt die größte Insel der Welt dar, die nicht gleichzeitig einen Kontinent bildet, und ist politisch ein
selbstverwalteter Teil des Königreichs Dänemark. Ab 1941 – während der deutschen Besatzung Dänemarks – errichteten die USA erste Militärbasen auf Grönland. Bereits 1946 schlug US-Präsident Harry Truman der dänischen Regierung vor, Grönland zu kaufen, was Dänemark ablehnte. Im Kalten Krieg hatten insbesondere die Luftwaffenstützpunkte der USA eine große sicherheitspolitische Bedeutung für die NATO.
In seinem Vortrag geht Ingmar Niemann auf die Bedeutung Grönlands im Rahmen der US-Sicherheitsstrategie ein und beleuchtet das Verhältnis der USA zu Dänemark und zu Grönland. Daneben steht die wichtige Frage im Vordergrund, wie sich dieser Konflikt zwischen NATO-Mitgliedern auf das Militärbündnis insgesamt auswirken könnte und welche Lösungsansätze es für diesen Konflikt gibt.
REFERENT: Ingmar Niemann, Politik- und Unternehmensberater, Dozent u. a. an der Technischen Universität München und an der Hochschule Kempten
MODERATION: Matthias Fink, Stadtratsmitglied und Präsident von Augsburg International e. V.